Schweizer Degen. Print & Publishing Consulting

Wir entwickeln Strategien für Verlage und die grafische Industrie. Dabei sind traditionelle und »handwerkliche« Tugenden mit modernen und innovativen Methoden und Arbeitsabläufen zu verbinden. Es geht aber immer darum, die jeweiligen Zielgruppen zu identifizieren und deren Bedürfnisse ernst zu nehmen. Dabei blicken wir »durch die Brille des Kunden« und konzentrieren uns auf vorhandene Firmenressourcen mit dem Ziel, die Effizienz zu steigern, um im Dialog dem Kunden die Leistungen bieten zu können, die er wirklich will, und zwar zur richtigen Qualität und zum angemessenen Preis.

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Reduzierter Mehrwertsteuersatz bleibt. Demnächst auch für elektronische Presse?

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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sichert genaue Prüfung des Grundversorgungsauftrags zu / Reduzierte Mehrwertsteuer bleibt unangetastet / VDZ-Präsident Dr. Hubert Burda kritisiert Überschreitung des Grundversorgungsauftrags.

Mit einem klaren Bekenntnis zu der großen Bedeutung von Print in der digitalen Welt eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel vor über 700 Zuhörern ihre Rede auf den VDZ Zeitschriftentagen. »Printmedien sind Schrittmacher für die Meinungsbildung und damit die unabdingbare Voraussetzung für eine demokratische Debattenkultur.« Zur aktuellen Debatte über die digitalen Expansionspläne der öffentlich-rechtlichen Sender im Internet meinte die Kanzlerin: Zwar müssten auch ARD und ZDF in ihrer Programmgestaltung so frei agieren können, dass sie damit eine ihrem Grundversorgungsauftrag entsprechende Reichweite generieren können, andererseits teile sie die Ablehnung der Verleger an den zum Teil ausufernden Internetkonzeptionen: »Chats und Kontaktbörsen sind vom Grundversorgungsauftrag weit entfernt. Daher müssen Grenzziehungen künftig klar definiert werden.« Auch in Sachen Mehrwertsteuer für Presseprodukte gab es eine klare Ansage: »Die Bundesregierung hält an dem reduzierten Mehrwertsteuersatz in Höhe von sieben Prozent für Zeitungen und Zeitschriften fest– auch gegenüber der EU-Kommission in Brüssel.« Zudem wolle sie überprüfen lassen, ob eine derartige Staffelung auch auf die elektronische Presse übertragbar sei.

VDZ-Präsident Dr. Hubert Burda erneuerte seine Kritik an den Digitalisierungsvorhaben von ARD und ZDF im Netz. »Die Öffentlich-Rechtlichen stoßen mit ihren Internetaktivitäten in Felder vor, die den Auftrag der Grundversorgung und die Beschränkung auf Programmbegleitung weit überschreiten.« Zugleich warnte er davor, dass Gebührenurteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe vom September dieses Jahres als Freifahrtschein für programmatische Beliebigkeit misszudeuten. »Warum nicht mit der nächsten Gebührenerhöhung endlich Schluss machen mit dem Quotenschwindel, der ARD und ZDF angeblich zu diesem Soap-Opera-Programm zwingt.« Es sei vielmehr angebracht, dass sich die Öffentlich-Rechtlichen wieder durchgehend auf die Vermittlung so wichtiger Themen wie Bildung, Wissenschaft, Kultur und Integration konzentrierten. Diese würden – weil über den Markt kaum finanzierbar – zu wenig verbreitet. »Wäre das nicht die vornehmste Aufgabe, für die viele Menschen eher bereit wären GEZ-Gebühren zu bezahlen?«

[VDZ - 16.11.07]

Geschrieben von Johannes F. Woll

19. November 2007 um 5:13

Virtuelle Erfahrungen werden Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft in hohem Maße beeinflussen

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Nach Angaben des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner entwickelt sich virtuelle Erfahrung in den kommenden zehn Jahren zum größten Einflussfaktor in Bezug auf wirtschaftliches Handeln. So wird bis 2015 mehr Geld für Online- als für Offline-Marketing und -Vertrieb ausgegeben. Getrieben wird der Paradigmenwandel innerhalb der Kundeninteraktion von der »virtuellen Generation« (oder auch Generation V).

Nach Gartner bestätigt die Generation V, dass Verhalten, Einstellungen und Interessen beginnen, sich in einer Online-Umgebung zu vermischen. Die Idee der »Generation X« (und später auch der »Generation Y«) wurde entwickelt, um neue Generationen, die anscheinend keinerlei Verbindungen zu der Kulturcharakteristik der Babyboomer nach dem Zweiten Weltkrieg aufweisen, besser zu verstehen. Marketing-Experten nutzen die Kategorien der Babyboomer sowie von Generation X und Y, um die Bevölkerung einzuteilen und Produkte und Dienstleistungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Alter zu fokussieren.

»Für die Generation V liefert die virtuelle Umgebung faire, wettbewerbsbedingte Voraussetzungen, wo Alter, Geschlecht, Klasse oder Einkommen eines Individuums weniger wichtig sind als Kompetenz, Motivation und Fleiß«, erklärt Adam Sarner, Principal Analyst bei Gartner.

[pressebox München - 13.11.2007]

Geschrieben von Johannes F. Woll

18. November 2007 um 11:36

Veröffentlicht in Digital, News

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Zielgruppen entscheiden über Mediennutzung

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Zeitschriftenkongress diskutiert über die Zukunft von Print in der digitalen Welt

Die digitalen Medien stellen für das klassische Print keine Existenzgefahr dar. Nach Ansicht von Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, sind die Mediennutzungsgewohnheiten vielmehr zielgruppenspezifisch. Zudem nehmen Print und Online unterschiedliche Funktionen wahr, was bei der Strategiefindung der Verlagshäuser konsequenter berücksichtigt werden müsse. Köcher appelliert an die Verlagsunternehmen, die Herausforderung Online anzunehmen, denn das erfolgreiche Bestehen von Print in der Medienwelt sei auch ein entscheidender Faktor für den Bildungsstand und die Urteilsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussionsrunde plädierte Philipp Welte, Vorstandsvorsitzender Bild.T-Online.de, für kontinuierliche Erneuerung – die Fähigkeit zur Innovation sei der Motor, der Print und Online weitertreibe. Ein stärkeres Bekenntnis zur eigenen Marke und zur Gattung, Print mahnte Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo an. Er verwies darauf, dass 90 Prozent der Umsätze mit Printprodukten erzielt werden. Auch Gruner + Jahr nutzt die Kraft und Strahlkraft der eigenen Markenfamilien für die digitale Verlängerung. Unter dem strategischen Motto »Expand your brand« baue man, so G+J-Zeitschriftenvorstand Dr. Bernd Buchholz, das Medienangebot konsequent für unterschiedliche Nutzerbedürfnisse aus und fasse so in neuen Bereichen Fuß.

York von Heimburg, Geschäftsführer IDG Magazine Media, sieht für sein Unternehmen die Herausforderung darin, dorthin zu gehen, wo die Kunden sind, nämlich ins Internet. Dieser Transformationsprozess könne aber ebenfalls nur mit starken Medienmarken und entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern erfolgreich bewältigt werden.

Einen Blick nach vorn richtete Zukunftsforscher Wolfgang Grulke. In seinem Beitrag »Lessons from the Future« skizzierte Grulke mögliche Medienszenarien der nächsten Jahre. Demzufolge drehen sich die Märkte nicht mehr um Plattformen und Distributionswege. Entscheidend seien vielmehr die Inhalte. Das bisherige Koordinatenfeld aus wenigen Sendern und vielen Empfängern verändere sich. Die Netzwerke werden dezentral, weil jeder Sender gleichsam Empfänger ist und jeder Empfänger sei ein potenzieller Sender.

[VDZ - 15.11.2007]

Geschrieben von Johannes F. Woll

16. November 2007 um 1:05

Veröffentlicht in Digital, News, Print, Publisher

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